A Dogmented Reality

Das Haus, an dem du gerade vor­bei­ge­kom­men bist, mit diesen Fens­tern und dem Gara­gen­tor, das ein lus­ti­ges Gesicht gemacht hat – Es war nicht nur lustig, es arti­ku­liert auch, was du ver­passt hast. All die Dinge, die du nicht bemerkt hast, ver­nach­läs­sigt von deinem Gehirn, das ihren unmit­tel­ba­ren Nutzen nicht erkannt hat. 

Das mensch­li­che Gehirn ist ein Organ, das immense Mengen von Ener­gie (ver)braucht. Die Rea­li­tät, die wir selek­tiv wahr­neh­men, basiert mehr oder weni­ger auf Nut­zungs­wer­ten. Anschei­nend ist die bio­che­mi­sche Evo­lu­tion lang­sa­mer, als die mensch­li­che Gesell­schaft sich ent­wi­ckelt hat. Heut­zu­tage könnte es für einen Archi­tek­ten funk­tio­na­ler sein, ein Haus in einem Gesicht zu sehen, als umge­kehrt.

In diesem Team­pro­jekt der School of Visual Com­bi­na­ti­ons werden wir uns mit dem Pro­blem der wahr­ge­nom­me­nen Rea­li­tät aus­ein­an­der­set­zen, indem wir eine Aug­men­ted Rea­lity ent­wi­ckeln, in der wir die Welt durch die Augen eines Hundes sehen: Eine Dog­men­ted Rea­lity“, die wir mit Hilfe von Zeich­nun­gen (unter der Lei­tung von Oskar Korsár), beweg­ten Bil­dern (unter der Lei­tung von Paul Stein­mann) und Typo­gra­fie (unter der Lei­tung von Tania Prill) in einer mobi­len Raum-Instal­la­tion dar­stel­len werden. 

Die spe­ku­la­tive Rea­li­tät, die wir für dieses Semi­nar schaf­fen werden, soll über­set­zen, wie ein Hund der Welt aus einer bestimm­ten Per­spek­tive begeg­net. In diesem Semi­nar werden wir unter­su­chen, wie ein Hund seine Gebrauchs­werte nutzt und wie dies unsere gemein­same Umge­bung und deren Formen ver­än­dern kann.

A Dog­men­ted Rea­lity [Android Ver­sion]

Oskar Korsár, Prof. Tania Prill, Paul Steinmann, Teamproject, 2019

Marie Doro­thee Bert­ling, Vik­to­ria Dietz, Iza­bella Dobie­lew­ska (Guest), Ksenia-Chris­tina Herdt, Ana­st­a­siia Molol­kina, Shoey Nam, Gregor Stein­metz, Jonas Wahlers, Chun­hua Wang, Yan­ming Ye